Dem Baby das Pucken wieder abgewöhnen

Wie schon im letzten Blog-Beitrag beschrieben, hat LittleMissSunshine nur mit Hilfsmitteln geschlafen: Pucken, weißes Rauschen, Spieluhr, Schnuller, Stillen, Nonomo Federwiege mit Swing2Sleep Motor. Diese Hilfsmittel waren/sind ein Segen für uns, sind aber auch ein Fluch zugleich, weil man sie irgendwie wieder abgewöhnen muss. Wenn man mal googelt und in verschiedenen Foren liest, kommt manchmal der Kommentar “Warum habt ihr das denn überhaupt angefangen, dann müsstet es nicht wieder abgewöhnen“. Aber glaubt mir, wenn das Kind sonst nicht schläft und ständig schreit, probiert man alles.

Bei den meisten Hilfsmitteln kann ja mal erstmal warten, ob sie sie vielleicht irgendwann nicht mehr braucht. Nur das Pucken sollte man abgewöhnt haben, wenn sie sich drehen können, wobei es heißt, dass die meisten Kinder es dann auch nicht mehr brauchen. So weit die Theorie…

LittleMissSunshine fing langsam an zu drehen und es war klar, dass wir irgendwie vom Pucken wegkommen müssen.  Ich googelte und las in Foren und fand verschiedene Ratschläge, die uns aber nicht weiter geholfen haben. Nach dem Einschlafen auspucken -> dann war sie sofort wieder wach. Nur einen Arm einpucken -> dann schlief sie nur so lange ich den anderen Arm festgehalten habe. Nicht so fest pucken -> dann hat sie sich selber ausgepuckt und ist bald wach geworden und nicht wieder eingeschlafen. Alles haben wir mehrere Nächte am Stück probiert, aber irgendwann wieder aufgegeben.

Von der Physiotherapeutin haben wir gesagt bekommen, dass LittleMissSunshine noch ganz viel Moro Reflex hat. Da Pucken beim Moro Reflex hilft, war das wohl der Grund, warum es so schwer war damit aufzuhören.

Mittlerweile war LittleMissSunshine  6 Monate alt und konnte ungepuckt problemlos drehen und es war klar, dass wir irgendwie eine Lösung brauchten.  Irgendwann bin ich drauf gekommen mal im Englisch-sprachigen Raum zu gucken und habe einen ganz tollen Artikel gefunden und zwar Weaning the swaddle von den MightyMoms.  Dort werden verschiedene Übergangslösungen beschrieben und auch betont, dass der beste Weg vom Baby abhängt. Für uns war klar, dass LittleMissSunshine  einen sanften Übergang brauchte.

Der für uns richtige Weg war der folgende: Wir sind zuerst vom SwaddleMe auf PuckABaby Original Mini umgestiegen. In diesem Pucksack können die Babies ihre Arme vor der Brust frei bewegen, aber sie können sie nicht nach oben bewegen. Dadurch wird der Moro-Reflex verhindert oder reduziert und die Babys wachen nicht so schnell auf. Diesen Pucksack soll man auch nicht mehr benutzen, wenn die Babys sich auf den Bauch drehen können. Allerdings konnte LittleMissSunshine sich in dem Sack drehen und den Kopf heben, so dass wir es akzeptabel fanden. In dem Pucksack hat sie eine Weile geschlafen.

Aber eine Dauerlösung war es natürlich auch nicht. Man kann bei diesem Pucksack zum Abgewöhnen die Arme einzeln rausholen. Aber sobald wir das probierten, schlief sie wieder nicht mehr, beziehungsweise nur, wenn wir die freie Hand festgehalten haben.

Wir brauchten also nochmal  einen sanften Übergang. Die nächste Lösung war für uns der Zipadee-Zip Schlafsack. Kein Pucksack mehr sondern nur ein spezieller Schlafsack und auch in Größen für Kinder bis 2 Jahre…Juhu! Beim Zipadee-Zip können die Arme und Beine frei bewegt werden. Die Arme bleiben allerdings im Schlafsack. Dadurch wird der Moro Reflex gedämpft. Für den Übergang wählten wir einen Abend, an dem sie besonders müde war und es funktionierte. Die nächsten Nächte waren noch etwas schwieriger, aber sie gewöhnte sich dran.

Ich denke vom Zipadee-Zip könnte LittleMissSunshine jetzt in einen normalen Schlafsack wechseln, aber da sie darin drehen und robben kann und gut schläft, sehen wir im Moment nicht die Notwendigkeit. Ach ja, wir haben für de Zipadee leider keine Bezugsquelle in Deutschland gefunden, aber in Großbritannien.

Jedes Kind ist anders, dies ist der Weg, der bei uns geklappt hat. Ich würde mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren beschreibt, wie es bei euch geklappt hat.

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